Praxisgemeinschaft für Zelltherapie Duderstadt GmbH & Co. KG
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TOM und REM

Kaum ein Bereich in der Medizin hat in den letzten Jahren so einen Wissenszuwachs zu verzeichnen wie die Zellbiologie.

Mit zunehmendem Verständnis zellulärer Vorgänge verfolgen Wissenschaftler daher intensiver das Ziel, sich menschliche Zellen als Werkzeuge zur Therapie verschiedenster Erkrankungen zu Nutzen zu machen.

Die Gesundheit des Menschen hängt in entscheidendem Maße von einem ausgewogenen Immunsystem mit ab. Ausbleibende oder überschießende Immunantworten können eine erfolgreiche Krankheitsbekämpfung verhindern und zu chronischen Entzündungsreaktionen oder Autoimmunerkrankungen führen. In diesem Zusammenhang wurden von den Biologen in Zusammenarbeit mit den wissenschaftlich tätigen Kollegen der Praxisgemeinschaft aus monozytären Zellen des Immunsystems  zwei Zellprodukte entwickelt, um ein solches Ungleichgewicht wieder ins Lot zu bringen.

TOM

Die sogenannten toleranzinduzierenden Makrophagen, kurz TOM, sollen überschießende Immunantworten durch B- und T-Zellen mildern. Sie wurden bei Autoimmunerkrankungen wie der Sklerodermie, Vaskulitiden wie dem Morbus Wegner, dem Sjörgren-Syndrom, Lupus erythematodes, dem Diabetes mellitus und der Collitis ulcerosa in klinischen Heilversuchen und zur Toleranzinduktion nach allogener Nierenlebendtransplantation erfolgreich eingesetzt.

REM

Die regenerativen Makrophagen zeichnen sich durch ihre antientzündliche Wirkung und hohe morphologische Plastizität aus. Durch Freisetzung von Wachstumsfaktoren können sie die Gefäßneubildung fördern. Diese Eigenschaft wurde schon erfolgreich bei der koronaren Minderdurchblutung oder bei Patienten mit arterieller Verschlusskrankheit im Stadium III und IV unter Beweis gestellt. Darüber hinaus werden sie zur Behandlung unterschiedlicher neurodegenerativer Erkrankungen wie Morbus Parkinson, der amyotrophen Lateralsklerose und Morbus Alzheimer klinisch eingesetzt.